Gendersensible Sprache // Online-Workshops

Gemeinsam mit meiner Kollegin Ulla Scharfenberg habe ich ein Online-Format zu gendersensibler Sprache entwickelt.

Ab Anfang 2022 wollen wir die Workshops starten und suchen nun Gruppen/Träger/Anbieter, die ihn in ihre Programme aufnehmen wollen.

Je nach Zielgruppe und Anforderungen werden wir den Workshop jeweils noch mal ein wenig anpassen.

Konkrete Ideen für einen Aufbau-Workshop für Fortgeschrittene gibt es auch bereits.

Bei Fragen oder Interesse, nehmt sehr gerne Kontakt mit mir auf.

Format
* Online-Workshop
* ca. 3 Stunden (inkl. Pausen)

Methoden (Auswahl)
* Kurz-Input
* praktische Arbeit mit Textbeispielen
* Brainstorming
* Selbstreflexion
* Plenumsdiskussion
* Kleingruppenarbeit

Angebote 2022

Ein arbeitsreiches, turbulentes und spannendes Jahr neigt sich zum Ende. Für den Moment freue ich mich darüber, dass für diesen Winter vorausschauend geplant habe und nun nur noch ein paar kleine feine Online-Häppchen anstehen. Ich bin dankbar für all die neuen Kooperationen und Formate und alles, was ich durch meine Arbeit und im Rahmen von Fortbildungen lernen durfte.

Nun schaue ich nach vorne und freue mich auf Fortsetzungen, noch mehr Neues, noch mehr zu lernen und endlich auch mal wieder richtigen Urlaub. Ich freue mich, wenn wir uns im kommenden Jahr hier oder da oder dort wiedersehen oder gemeinsam eine Veranstaltung auf die Beine stellen können.

Hier steht keine geheime Botschaft.

Hier ein kleiner Überblick über den „bunten Blumenstrauß“ meiner Angebote und Verfügbarkeiten.

Angebote – online und offline

Alle Angebote passe ich natürlich jeweils den Wünschen und Gegebenheiten an bzw. entwickele auch gerne von Grund auf neue Formate. Bei Bedarf arbeite ich mit Kolleg*innen aus meinem umfangreichen Netzwerk zusammen.

Hervorheben möchte ich gerne noch mal den Punkt Online-Seminare und digitale Veranstaltungen. Wenn ihr kurzfristig von offline zu online switchen müsst, euch langsam die Ideen ausgehen oder ihr denkt, dass es dringend frischen Wind braucht um der umsichgreifenden Zoom-Müdigkeit zu begegnen, meldet euch gerne. Gemeinsam mit einer Handvoll toller Kolleg*innen, kann ich Train-the-Trainers oder Beratung anbieten. Das gilt auch, wenn ihr ein Netzwerktreffen, eine Fachtagung oder einen Teamtag in den nächsten Wochen und Monaten doch online durchführen wollt oder müsst.

Verfügbarkeiten

Fragt mich / fragen Sie mich gerne für Online-Veranstaltungen in den Monaten Januar, Februar, März und April 2022 an. Im April stehe ich nach Absprache auch für Präsenzveranstaltungen zur Verfügung.

Für Mai und Juni 2022 ist mein Kalender bereits voll.

Im Sommer – also im Juli, August und September – freue ich mich auf Präsenzveranstaltungen, arbeite aber auch gerne online und hybrid. Anfragen sind willkommen!

Ab Mitte Oktober 2022 mache ich an Präsenzveranstaltung erst mal wieder ein kleines skeptisches Fragezeichen. Wir können aber sehr gerne ins Gespräch kommen und gucken, wie alle Eventualitäten mitgedacht werden können.

Bildungsurlaube bereits buchbar!

Fast alle Arbeitnehmer*innen in Deutschland haben das Recht auf Bildungsurlaub. Die meisten wissen davon nichts und nur ca. 2% nehmen ihr Recht in Anspruch. Dabei ist es eine Chance auf spannende Weiterbildungen und Erholung. Das Recht auf eine Woche zusätzlich zum bezahlten Urlaub, oder sogar mehr! Die folgenden Präsenz-Veranstaltungen finden in einem angenehmen Seminarhaus in NRW statt und kosten nicht die Welt. Anmeldung läuft! Für weitere Infos zum Thema Bildungsurlaub hier entlang…

3.-8. Juli 22: Gleichstellungspolitik

4.-9. September 22: Bekleidungsindustrie – Fast Fashion und Fair Fashion

25.-30. September 22: Renten- und Sozialpolitik

Meine Mit-Teamerinnen sind Sarah Lillemeier, Anna Zeitler und Elisabeth Zschache. Die Kosten liegen pro Seminar bei 150€ inkl. Vollverpflegung zzgl. Anreise (ermäßigt 75€) und wir hoffen, dass möglichst viele Menschen ihren Rechtsanspruch auf Bildungsurlaub nutzen. Die Seminare stehen auch allen ohne Bildungsurlaubsanspruch offen und besonders freuen wir uns, wenn mehr Menschen teilnehmen, die keine alten weißen Männer sind.

Sorry, keine Lese- und Surftipps

Normalerweise nutze ich meine Newsletter, Rundmails und Updates immer auch gerne für Lesetipps, Verlinkungen zu Kolleg*innen oder ähnliches. Offensichtlich habe ich im letzten halben Jahr zu viel Zeit mit Arbeit und Fortbildungen verbracht, sodass es dieses Mal keine Empfehlungen gibt. Wer mehr darüber wissen will, womit ich meine Zeit so verbracht habe, kann sich meine Artikel rund um abwechslungsreiche und nahbare Online-Veranstaltungen anschauen, oder die aktualisierten Übersichten über meine Referenzen oder Aus- und Fortbildungen ansehen.

Bis bald!

Bleibt mir an dieser Stelle nur zu hoffen, dass ihr alle doppelt und (bald) dreifach geimpft und gesund seit und halbwegs gut durch diesen Winter kommt. Passt auf euch und andere auf, damit wir bald wieder guten Gewissens unvernünftig sein können.

Herzliche Grüße
Eure Annika

Artikel „Wie digitale Veranstaltungen nahbar werden: Eine Reiseplanung“

Mein Artikel dazu, wie auch bei Online-Veranstaltungen Nähe, Gemeinschaftsgefühl und Interaktion entstehen können ist nun bei www.so-geht-digital.de online. Er gibt ganz sicher auch einen ganz guten Eindruck davon, wie ich online Veranstaltungen gestalte und was sich hinter den Kulissen einer Moderatorin und Beraterin für digitale Formate so abspielt.

„Bestimmte Methoden können dabei helfen, die Nähe, das Gemeinschaftsgefühl und die Interaktion, die wir von Präsenzveranstaltungen gewöhnt sind, auch online entstehen zu lassen. Unsere Gastautorin Annika hat für uns eine digitale Reiseplanung verfasst. Dabei geht es um Anreise zu, Aufenthalt bei und Abfahrt von Online-Veranstaltungen – und ganz viele Tipps für das Aufheben von Distanz.“

Aus aktuellem Anlass: Distanzierung

Der Titel meiner Homepage langjährig genutzten Homepage ist mittlerweile leider missverständlich. Deswegen bin ich Anfang 2021 auf www.salingre.info umgezogen.

Um Verwirrung vorzubeugen, möchte ich klarstellen: Corona-Leugner*innen, Verschwörungstheoretiker*innen, Feind*innen der Demokratie und ähnlich Gesinnte finde ich zum K***en.

Unter dem Titel „querdenker*in“ mache ich Moderation und Bildungsarbeit sowie systemisches Coaching fernab von ausgetretenen Pfaden. Zu meinem rein praktischen Umgang mit der derzeitigen Pandemie-Situation gibt es im nächsten Artikel (direkt eins tiefer) alle notwendigen Infos. Meine Haltung zum Umgang mit der aktuellen Situation, wird daraus vermutlich ziemlich klar. Bei weiteren Fragen bin ich gerne persönlich ansprechbar.

Ich freue mich auf eine wertschätzende, rücksichts- und verantwortungsvolle Zusammenarbeit und lebendige Diskurse im demokratischen Rahmen.

Meine Angebote – Alles auch Online!

Die Corona-Pandemie hat alle Pläne für 2020, die Bildungsarbeit und Arbeitstreffen durcheinander gewirbelt. Ich bin eine große Freundin von Schutzmaßnahmen und möchte gemeinsam mit Auftraggeber*innen und Teilnehmenden verantwortungsvoll mit der neuen Situation umgehen. Für mich heißt das: Bis auf wenige Ausnahmen plane ich für 2021 all meine Angebote und Veranstaltungen nur online durchzuführen und ich freue mich schon auf maßgeschneiderte online-Seminare.

  • Gemeinsam mit Martin Kühnemund entwickele ich als Methoden Fabrik neue Formate und Methoden für die digitale Sphäre und biete „Übersetzungen“ von offline zu online an. Mehr dazu unter www.methoden-fabrik.de.
  • Meine eigenen Angebote können ausnahmslos auch online stattfinden. Für weitere Informationen, Beratung und Absprachen stehe ich gerne zur Verfügung.

Ab Juli 2021 sind wieder einzelne Bildungsurlaubsseminare im Tagungszentrum Hattingen geplant! (Termine rechts ->) Hiermit sorgen wir für maximale Planungssicherheit und reduzieren die gesundheitlichen Risiken für alle.

Moderation, Facilitation und Prozessbegleitung

Arbeits- und Team-Prozesse laufen natürlich trotz Corona weiter und so finden 2021 viele Veranstaltungen statt. Hier stehe ich online als Begleiterin und Moderatorin zur Verfügung. Gerne helfe ich auch im Vorfeld bei der „Übersetzung“ von offline zu online bzw. der Konzeption von Online-Veranstaltungen. Für die Online-Begleitung von Gruppen und Veranstaltungen bietet sich immer an, mit einer Co-Moderation zu arbeiten. Bei Gruppen von mehr als acht Personen halte ich es für dringend erforderlich. Gerne schlage ich abhängig von Zielgruppe, Veranstaltungsziel, Methoden und Themen eine*n passende*n Co-Moderator*in vor. Weitere Infos zu meinen Angeboten in diesem Bereich finden sich hier.

Train-the-Trainers / Multiplikator*innen-Bildung

Auch diese Angebote liegen in den kommenden Wochen und Monaten nicht auf Eis. Natürlich ist eine dezentrale Online-Schulung etwas anderes als ein gemeinsames Präsenz-Seminar! Dennoch sind kurze und längere Angebote für Aktive in der Bildungsarbeit machbar und sinnvoll. Bei den Train-the-Trainers kann es um die Konzeption und Durchführung von online-Angeboten gehen. Genauso freue ich mich, andere Themen aus dem Bereich Multiplikator*innen-Bildung online anzubieten. Ich freue mich auf Anfragen und das gemeinsame Entwickeln neuer Formate und Angebote.

politische Bildung

Die Angebote sind in der digitale Sphäre angekommen. Seit Juni vergangenen Jahres finden kurze und auch mehrtägige Online-Workshops zur globalen Bekleidungsindustrie online statt. Die Resonanz der Teilnehmenden ist positiv, wir sind mittlerweile bei den dritten Runde von Wiederholungen. Weitere Angebote sind in Planung und ich freue mich auf Anfragen für Veranstaltungen zwischen 90 Minuten und fünf Tagen. Auch hier empfehle ich gerne passende Co-Trainer*innen. Hier geht’s zu meinen Angeboten im Bereich politische Bildung.

Systemisches Coaching aka. Beratung ohne Ratschlag

Die Sessions von 60 bis 90 Minuten Länge finden bereits seit 2016 auch per Skype statt. Gerne können wir uns auch auf einer anderen Plattform verabreden. Informations-Gespräche vorab können gerne auch telefonisch stattfinden. Vor allem die erste Coaching-Sitzung sollte aber mit Video stattfinden, damit wir möglichst viele Ebenen der Kommunikation nutzen können. Weitere Infos zu meinen Coaching-Angeboten finden sich hier.

2020 – Jahr der Fortbildungen

Schon vor all den Veranstaltungsausfällen und Online-Angeboten, startete bei mir das Jahr der vielen Online-Fortbildungen. Ich wollte die Lücken zwischen meinen Aufträgen nutzen und mich noch mal vertieft mit meiner eigenen rassistischen Prägung und den sicherlich und schmerzlicherweise existenten rassistischen Gedanken, Worten und Taten meinerseits beschäftigen, lernen, verstehen, wachsen…

Mein Auftakt war das Buch von Alice Hasters „Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen. Aber wissen sollten.“ Weiter arbeitete ich mit Tupoka Ogette’s Buch „exit RACISM – rassismus kritisch denken lernen„. Aber lesen reicht mir irgendwie nicht. Also habe ich mich zu Noah Sow’s Kurs „Rassismuskritisch veranstalten“ angemeldet. Und ich darf mich zu den glücklichen zählen, die an der Qualifizierungsreihe von glokal e.V. zu „Antirassismus und Dekolonisierung in Organisationen“ teilnehmen dürfen. Hier werden so viele spannende und wichtige Fragen und Themen bearbeitet und ich bin froh in dieser heterogenen Gruppe lernen zu dürfen:

Was ist Macht-, Herrschafts-, und Rassismuskritik? Wie hängt sie intersektional zusammen mit Strukturen wie Klassismus und Sexismus und wie hängt sie zusammen mit entwicklungspolitischer Bildungsarbeit. Wie sehen rassismus- und machtkritische Bildungsveranstaltungen aus? Wie können konkret Inhalte, Einladungen, Methoden etc. geplant werden? Wie sieht rassismus- und machtkritische Öffentlichkeitsarbeit aus? Wie können Flyer, Webseiten, Bilder und Sprache darauf ausgerichtet werden? Wie sieht eine rassismus- und machtkritische Veranstaltungsplanung aus? Wie können Veranstaltungsformate, Referent*innensuche, Raumplanung, Einladungen, Mehrsprachigkeit etc. und machtkritische Evaluation dieser Veranstaltungen aussehen? Wie können in einer Organisation Strukturen kritisch analysiert werden? Was gibt es an Analysemethoden- und Werkzeugen? Wie kann weitere Veränderung von Strukturen geplant werden, wie können Menschen, auch aus eigener Organisation, gefördert werden?

Mein zweiter Fortbildungsschwerpunkt sind – wie könnte es anders sein – Online-Formate. Hier habe ich schon ein wenig den Überblick verloren, woran ich teilgenommen habe und bin ganz sicher, dass ich learning-by-doing von Kolleg*innen und per trail-and-error noch viel mehr gelernt habe.

  • Enge Zusammenarbeit trotz Social Distancing
  • Kollegiales Coaching: Sich gegenseitig stärken
  • Neue Kooperationen: systemischen Wandel anregen
  • Interaktive Workshops online zwischen 90 Min und 3 Tagen
  • Kein Plan? Strategisch mit Unsicherheit umgehen
  • Aufbauseminar: Interaktive Workshops noch vielfältiger gestalten
  • Umgang mit Konflikten
  • Visualisierung – Einführung und Ermutigung ins Sketchnoting
  • Teamtage online
  • Persönliche Haltung & Präsenz als Online-Moderation

Ab 2021 biete ich selber Seminare und Train-the-Trainers zu Online-Methoden und -Formaten an.

Insgesamt ganz schön anstrengend. Aber ich freue mich auf die noch anstehenden Monate und Lernschritte. Ein paar Bücher liegen auch noch auf meinem Schreibtisch. Die werde ich im Oktober mit in den Urlaub nehmen.

Weiterbildungen „von offline zu online“

Die letzten Wochen waren für uns alle anders, neu, komisch, chaotisch… Das haben wir uns so nicht ausgesucht. Ich bin sicher, wir haben alle etwas dazu gelernt. Ganz unterschiedliche Sachen. Und wir hatten und haben bestimmt auch alle das Gefühl, etwas dazulernen zu müssen.

Fragen über Fragen

Wie kann ich nett zu der Kassiererin sind, wenn wir durch Plexiglas und Gesichtsmaske kommunizieren? Wie trete ich gegenüber meinen Nachbar*innen auf, die sich meiner Meinung nach unvernünftig verhalten? Wie funktioniert das Arbeiten, wenn man sich nicht mehr persönlich trifft? Und wie bastele ich mir eigentlich eine störungsfreie Internetverbindung für meine Video-Calls?

Wie Pilze aus dem Boden…

…sprossen schon Mitte März die Ideen zum Umgang mit der Situation, zur Vernetzung und die kommerziellen Weiterbildungsangebote. Ich war noch nicht so weit. So viel, so viel neues, so viel Input, so viel Chaos, so viel Unsicherheit. Doch irgendwann stolperte ich über Momentum_Lab und bin jetzt sowas wie Stamm-Gast und Fan-Girl.

Momentum_Lab

Wiebke Herding, Julia Junge und Susanne Rodemann-Kalkan sind Trainerinnen und machen sehr gute unkommerzielle Weiterbildungs- und Austauschformate online. Kann ich nur empfehlen. Mittlerweile ist Momentum_Lab recht bekannt, sodass vieles schon ausgebucht ist. Aber es kommen immer wieder neue Termine dazu. Die Angebote sind kostenlos. Es wird um Spenden für das Bündnis United4Rescue gebeten. Sehr sympathisch!

Meine Weiterbildungen seit Corona

  • Enge Zusammenarbeit trotz Social Distancing
  • Kollegiales Coaching: Sich gegenseitig stärken
  • Neue Kooperationen: systemischen Wandel anregen
  • Interaktive Workshops online zwischen 90 Min und 3 Tagen
  • Kein Plan? Strategisch mit Unsicherheit umgehen
  • Aufbauseminar: Interaktive Workshops noch vielfältiger gestalten
  • Umgang mit Konflikten
  • Visualisierung – Einführung und Ermutigung ins Sketchnoting
  • Teamtage online
  • Persönliche Haltung & Präsenz als Online-Moderation

Mein Beitrag

Am 5. Mai und 2. Juni unterstütze ich Sessions des Momentum_Lab als Tech Support / Co-Moderation. So können die drei Gründer*innen zwei parallele Sessions anbieten. Denn insbesondere das Thema „Interaktive Workshops online“ ist super gefragt. Ich freu mich über die Zusammenarbeit mit Julia Junge und Susanne Rodemann-Kalkan und darauf, die Teilnehmer*innen in virtuelle Gruppenräume zu schicken.

#virtualsupporttalks #corona

Willkommen bei REDEZEIT FÜR DICH.

In diesen turbulenten/verwirrenden/herausfordernden/… Zeiten biete ich Dir meine Unterstützung an. Im Rahmen der Initiative REDEZEIT FÜR DICH stelle ich mich Menschen mit Redebedürfnis für kurze Coaching- bzw. Support-Sessions zur Verfügung. Die Gespräche finden am Telefon bei einem Spaziergang oder an einem ruhigen Ort per Skype/Zoom statt. Sie dauern bis zu 30 Minuten und sind kostenlos. Je nach Anzahl der Anfragen, werde ich nicht alle (zeitnah) bedienen können. Meine Kapazitäten sind leider nicht unbegrenzt.

Anfragen: Bitte per email. Bitte das Betreff mit „Anfrage VirtualSupportTalk“ beginnen, da in der aktuellen email-Flut manchmal etwas untergeht. Deinen echten Namen muss ich NICHT kennen. Dein Anliegen brauchst du bei der Anfrage ebenfalls nicht schildern. Bitte lass mich aber wissen, wann und unter welcher Telefonnummer ich dich zur Terminabsprache erreichen kann. Wenn du Fragen zum Angebot hast, lass es mich gerne wissen.

Viele Grüße – bleibt negativ!

Seminar-Absagen

Sämtliche meiner öffentlich ausgeschriebenen Seminare für die Monate März, April und Mai wurden abgesagt. Ich hoffe, wir sehen uns später im Jahr. Über mögliche neue Termine informiere ich an dieser Stelle.

Solo-Selbständig in Zeiten des Virus

Bei mir ist grad viel los. Obwohl ich für die nächsten 10 Wochen keine Aufträge mehr habe, stehen Telefon und email-Postfach nicht mehr still. Ich versuche mal, das was so los ist und mich beschäftigt hier zusammen zu fassen.

Zuerst einmal welch ein Glück, dass ich weder zur Risikogruppe gehöre, noch übermorgen ohne medizinische Versorgung oder was zu Futtern dastehen werde. Was ein Glück, dass ich mich mit anderen austauschen, unterstützen und solidarisch handeln kann. Dazu möchte ich die kommenden Wochen ganz grundsätzlich nutzen. Denn ich werde voraussichtlich mehr Zeit haben als noch bis Vorvorvorgestern gedacht.

Absagen

Meine erste Absage kam Dienstag Abend. Eine „dicke“ Konferenz. Trotz Ausfallhonorar (zum Glück hatte ich das in mein Angebot geschrieben) ist ca. 1/7 meines Jahreseinkommens weg.

Ausblick: Es gibt eine Anfrage für einen neuen Termin im Herbst. Ich überlege, ob ich dafür meinen für Urlaub geplanten Zeitraum um die Tage verkürzen würde. In ein neues Angebot würde ich auf jeden Fall noch bewusster Ausfallhonorare reinschreiben und zwar ab Zeitpunkt des Zuschlages. Da mögliche Ausfälle durch das Corona-Virus bei Vertragsabschlüssen jetzt keine Überraschungen mehr wären, rechne ich nicht damit, dass sie bei neuen Verträgen noch als höhere Gewalt o.ä. gelten könnten. (Juristin bin ich aber nicht!) Dass das eine Rolle spielen wird, kann man sich ja spätestens ab jetzt denken. Ob mein Angebot mit den entsprechenden Fristen angenommen wird, weiß ich nicht. Ich würde es riskieren. Wenn die Anfrage kommt, das Ausfallhonorar auf den neuen Auftrag anzurechnen, würde ich mich nicht wundern. Und fände es dreist.

Es wird für alle ein schmerzhaftes Jahr. Aber es geht darum, das beste für alle draus zu machen und fair miteinander zu sein und nicht „den schwächsten den schwarzen Peter“ zuzuschieben. Wir müssen gucken, wie wir die Lasten halbwegs fair verteilen können. Und das bedeutet Existenzen zu sichern. Insbesondere in meinem Arbeitsfeld: Arbeitsbedingungen weltweit, Faire Arbeit, gute Arbeit für Frauen.

Seit Dienstag Abend ist mir klar, dass ich dieses Jahr an meine Ersparnisse gehen werde. Kein schöner Gedanke. Aber genau dafür habe ich sie. Und nun versuche ich nicht, mir über jeden weiteren Euro (oder auch Tausend) Gedanken und Sorgen zu machen. Macht es ja auch nicht besser. Auch wieder ein Privileg, trotz finanziellen Schmerzen so denken zu können. Meine Entscheidungen für Aufträge, Veranstaltungsabsagen und mein Handeln, will ich gerade von anderen Aspekten abhängig machen. Im zweiten Schritt gilt es dann, den finanziellen Schaden zu begrenzen.

Die nächste Absage war ein nicht angenommenes aussichtsreiches Angebot. Alles sah gut aus. Spannend und fair bezahlt. Aber die ganze Veranstaltung findet nun nicht statt. Wieder mal verständlich.

Ausblick: Ersatztermin ist angefragt und passt auch für mich. Auch hier werde ich ins neue Angebot ein Ausfallhonorar ab Zeitpunkt des Zuschlages aufnehmen. Grundsätzlich habe ich auch kommuniziert, dass ich den freien Termin nur begrenzt freihalten kann. Schließlich kommen jetzt diverse Anfragen für Verschiebungen in den September und Oktober und ich kann es mir nicht „leisten“ Anfragen wegen Reservierungen abzulehnen und dann wird hinterher aus den Reservierungen doch nichts. Meine zeitlichen Ressourcen sind begrenzt.

Gestern die nächste Absage. Ein Wochen-Seminar im Bereich politische Bildung. Natürlich ist alles schon vorbereitet. Schätzungsweise 30 Arbeitsstunden sind eingeflossen. Das ist ca. ein Drittel der Arbeitszeit, die mit dem Seminar-Honorar vergütet wird.

Ausblick: Der Auftraggeber hat proaktiv zugesichert, das vertragliche Ausfallhonorar zu zahlen. Hier wird nicht geprüft, ob in der aktuellen Situation eine Verpflichtung besteht oder so. Zusätzlich gab es ein sehr faires Angebot: Sie wissen, dass wir Freien vorerst keine neuen Aufträge bekommen werden und es für uns, die eh sehr prekär unterwegs sind, ein hartes Jahr wird. Wenn wir noch ein paar zusätzliche Aufgaben übernehmen, bekommen wir ein Ausfallhonorar von 50%. Wir besprechen kommende Woche, ob wir die Seminar-Materialien übersichtlich in die e-Learning-Plattform einpflegen oder das Seminarkonzept noch mal grundsätzlich überarbeiten für’s kommende Jahr. Damit habe ich Stunden-mäßig dann ca. 50% des Auftrages gemacht und 50% des Honorars erhalten. Natürlich fehlen mir damit auch 50%, aber immerhin wurde mir die Möglichkeit gegeben, noch etwas sinnvolles zu tun und etwas weniger finanzielle Einbuße zu haben. Außerdem bekommen wir schriftlich, dass die Veranstaltung Corona-bedingt sehr kurzfristig abgesagt wurde. Falls es später irgendwelche Ausgleichs-Zahlungen geben sollte, könnten diese Nachweise für uns sehr hilfreich sein.

Weiter Ausfall: Eine Studienreise nach Frankreich. Vergütet worden wäre die Seminarwoche pauschal. Ein Ausfallhonorar ist nicht vereinbart. Im Vertrag steht, dass das Seminar bis 2 Monate vor Termin wg. zu wenigen Anmeldungen abgesagt werden kann. Die Zweimonatsfrist ist unterschritten. Anmeldungen hätte es genug gegeben. Die Vorbereitung ist schon gelaufen, viele Termine wurden verabredet, gebucht usw. Arbeitsaufwand 30-40 Stunden.

Ausblick: Nun stehen weitere Arbeiten an. Es muss ja alles wieder abgesagt werden. Das werde ich erst mal nicht machen. Es muss geklärt werden, ob die bisher geleisten Arbeiten und der zusätzliche Aufwand für die Absagen bezahlt werden. Rein rechnerisch lässt sich aus Vorbereitungs- und Durchführungsaufwand ja ein Stundenlohn ableiten.

Das war es zum Glück. Ich hatte allerdings auch eine vierwöchige Auszeit von Ende März bis Ende April eingeplant. Die mir jetzt natürlich zugute kommt. Mal gucken, was mit den Aufträgen ab Mitte Mai ist.

So viel zu meinen Erfahrungen. Aber was nun?

Runter kommen, an die frische Luft, weg von Radio und Internet. Checken, wie ich meine Nachbar*innen, Freund*innen, freiberuflichen Kolleg*innen und andere unterstützen kann. Gemeinsame Freizeit per Skype organisieren.

Aber die Arbeit beschäftigt mich und euch ja trotzdem weiter. Und macht uns Sorgen, wirft Fragen auf…

Ich fühle mich bestätigt, dass Vertragsbedingungen und das Thema Ausfallhonorare mindestens so wichtig sind wie die Honorarhöhen. Seit letztem Jahr sind das meine zentralen Verhandlungspunkte. Da werde ich nachschärfen. Und das in AGB fassen. Einen gezielten Austausch zum Thema Vertragsbedingungen und AGB fände ich großartig. Da können wir Freiberufler*innen sicher viel von/miteinander lernen. Wenn wir da alle vergleichbar aufgestellt sind, kann uns das auch im Wettbewerb nur zugute kommen.

Ich will die kommenden Wochen nutzen, um mich weiterzubilden. Hab ja jetzt mehr Zeit. Gut, dass noch drei e-Learning-Kurse auf mich warten. Zwei davon zu digitalen Formaten.

Ich will gucken, was ich an digitalen Formaten anbieten, konzipieren und etablieren kann. Moderation wird nun sicher zunehmend da gebraucht wo man bisher an einem Arbeitstisch zusammengesessen hat.

Schließlich wird mal wieder klar, wie wichtig Vernetzung und Wissensaustausch sind. Lasst uns die Flaute dafür nutzen!

Wie können wir uns ggf. jetzt helfen? Mit einer Kollegin sprach ich gestern über folgendes:

  • Krankenversicherungsbeiträge der aktuellen Finanzprognose anpassen. Entlastet ggf. grad besser als ein Plus bei der KV am Jahresende.
  • Ggf. Rentenversicherungsbeiträge für ein paar Monate der aktuellen Finanzprognose anpassen, auch wenn man das im Nachhinein nicht mehr in der GRV ausgleichen kann.
  • Anspruch auf Wohngeld prüfen.
  • Einkommenssteuervorauszahlung anpassen.
  • Strategisch auf die letzte Steuererklärung gucken. Die haben die meisten ja noch nicht abgegeben. Ggf. mach ein höherer Gewinn im Vorjahr Sinn. Denn an diesem könnten sich mögliche Zahlungen orientieren.
  • Schriftliche Nachweise über alle Aufträge zusammen sammeln. Auch da wo nur mündliche Verträge bestehen. Zusätzlich schriftliche Bestätigungen über die Ausfälle und den Bezug zu Corona. Es geht ja nicht darum, den Auftraggeber*innen Geld abzuknöpfen, sondern ganz konkret die Ausfälle und Summen nachweisen zu können.

Erste Ideen für Wünsche oder Forderungen an die Politik:

  • Bei möglichen Ausgleichszahlungen nicht nur auf das Vorjahr gucken. Das hilft ggf. um die sinkende Nachfrage darzustellen. Gecancelte Veranstaltungen lassen sich aber besser durch Verträge und Stornierungen nachweisen.
  • Sozialversicherungsbeiträge reduzieren. Unbedingt auch die Untergrenzen nach unten, um diejenigen mit den geringsten Einkommen besonders zu schützen.

In diesem Sinne. Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen und Gedanken und schicke viele Grüße aus Köln

Annika